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Nicht so
laut, bitte!

Wenn
ein T ag
schon so anfängt, muss das ja Konsequenzen nach sich ziehen.
Diese bestehen natürlich zumeist in körperlichem Unwohlsein.
Dreißigste Geburtstage sind einfach keine gute Sache. Egal
wer da gerade alt wird, ich sehe am nächsten Tag immer so
aus. Ungeachtet dessen hieß es aber unsere Traumtruppe nach
dem verheißungsvollen Jahrespflichtspielauftakt gegen Homerg
nun auf der zweiten Etappe der Abstiegsrückserie zu
begleiten. Immerhin sparten wir uns diesmal eine zeit- wie
kostenintensive Anreise, da wir unser Nachtlager nur zwei
K-Bahn-Haltestellen vom heutigen Spielort aufgeschlagen
hatten. Und wegen der Tanten da links, durfte ich noch nicht
mal in meinem Zimmer nächtigen sondern musste mir eine
Luftmatratze mit dem geräusch- wie geruchsintensiven John
teilen. Da muss einem ja morgens schlecht sein. Und dann
steht einem auch noch der KFC bevor, welch ein Sch...öner
Tag also.
Da mir eine Fahrt egal mit welchem Verkehrsmittel vollkommen
ausgeschlossen erschien, entschieden wir uns gegen Bahn und
Bossi und machten uns zu Fuß auf den Weg. 1,7 km in 90
Minuten, also in etwa das Laufpensum von Poticella und Wedau
addiert, sollten eigentlich machbar sein, so dachte ich
hochnäsig. Doch alsbald sollte mir klar werden, was unsere
Jungs jede Woche leisten, den n
während Ivo und John im Dauerlauf gen Schorlemer Straße
strebten, musste ich lernen, dass die verkaterte
Fortbewegung keine angenehme ist. Also Hut ab vor unserer
Discogang, die es jeden verdammten Sonntag aufs Neue fertig
bringt sich über die volle Spieldauer auf den Beinen zu
halten, fast komplett ohne hinsetzen. Doch mit eisernem
Willen ließ sich schon immer unmögliches leisten und so
schaffte auch ich es pünktlich zum Anpfiff zumindest
körperlich anwesend zu sein. Bei meinen gelegentlichen
gequälten Blicken aufs Geschehen wurde mir schnell klar, das
nichts geschah und beide Mannschaften sich wohl zum Ziel
gesetzt hatten, dass sich nach dem Spiel alle Zuschauer so
fühlen sollten wie ich. Erst der Platzverweis gegen Hähner
ließ wenigstens auf ein positives Resultat hoffen. Ob unser
Tor vorher oder nachher fiel, weiß der Teufel, immerhin wie
es passierte ist mir noch gegenwärtig. Einer unserer
gefürchteten "hoch und weit"-Spielzüge plummste nämlich
Manske, wie ich als einziger Anwesender richtig gesehen
hatte und nicht Kegel vor die Füße und der lief zum Tor uns
schoss ihn rein. Spätestens da hätte man auch merken müssen,
dass es der Sven nicht gewesen sein konnte, sonst wäre die
Spielfortsetzung schließlich mittels Torabstoß erfolgt. Eng
wurde es danach auf jeden Fall verhältnismäßig selten und am
Ende hatten wir den Gegner zum zweiten Mal in dieser Saison
bezwungen. Wer die Punkte bekommt, wissen wir dann in fünf
Monaten.

Null-Aacht, Null-Aacht, Null-Aacht, Null-Aacht!

So sieht es also aus an der Schorlemer Straße.

Und so...

So auch.

Uns so am Meisten.

Kessenmania auch im Düsseldorfer Westen

John im Disput mit den SC-West-Ultras.

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