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Oh
Schreck, es läuft.
SuS-Sportplatz, Nettetal

Wieder
einmal war der liebe John zwar vollkommen zerstört, aber mit
einem Rest schlechten Gewissens von der Straelen-Tour und
aufgrund der Tatsache, dass er nun mal bei mir pennte,
musste er diesmal mit. Bereuen sollte er es nicht, auch wenn
sein Kurzzeitgedächtnis einige Fragen mehrfach aufwarf und
gewisse Probleme beim Auffinden von Feuerzeugen, Bierständen
und anderen Menschen auftraten.
Nicht nur der John hatte jedoch den Zustand vom
Straelen-Spiel konserviert, auch unsere Mannschaft rannte
erneut bedingungslos an, und das einzige, was zu einer
sicheren 10:0 Halbzeitführung fehlte, waren die zehn Tore.
Der zweite Durchgang sollte uns da aber endlich
entschädigen, auch wenn es dramatischer wurde, als
notwendig. Parallel zum John, dem es mit jedem Bier langsam
besser ging, fanden auch unsere Spieler plötzlich neue Wege,
zunächst den ins Tor, nach der Führung aber leider auch
plötzlich den zurück in die eigene Hälfte. Direkt hinter der
gegnerischen Torlinie musste da ein Knopf sein, der nach
jeder Betätigung die Bemühungen unserer Mannschaft
ausstellte. Gott sei Dank, war in unserem Tor einer mit
gegenteiliger Wirkung, was zu einer furiosen letzten halben
Stunde führte. Zwischendurch fing noch ein komischer
Hanswurst im Ratinger Trikot an, unseren Helden der Tribüne
eine Lektion in Zaunpöbeln zu verpassen, für die Dramaturgie
des Spiels bot das aber nur die Krönung eines ohnehin schon
mitreißenden Spiels und ich merkte so langsam, dass man sich
an tollen Fußball viel schneller gewöhnt, als an scheißigen.










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